Adidas

Fußballschuhe mit Schraubstollen
Der deutsche Sportartikel-Hersteller Adidas produziert die Marken TaylorMade, Reebok und Adidas. Neben Nike handelt es sich um das weltweit größte Unternehmen seiner Art. Der Sitz ist im fränkischen Herzogenanach. 1995 wurde er als Konzern an der Frankfurter Börse im deutschen Aktienindex notiert. Die Idee der Gründer und Brüder Dassler bestand darin, Turnschuhe zu produzieren, die exakt an den Fuß angepasst sind. 1949 gründeten sie die heutige Adidas AG. Der Name ist die Zusammensetzung des Spitznamens Adi und den ersten drei Buchstaben des Nachnamens Dassler. Die Adidas Fußballschuhe wurden mit dem Sieg der deutschen Fußball-Nationalmanschaft, die diese benutzten, 1954 bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Bern zusammen mit Dasslers Erfindung des Schraubstollens, weltberühmt.

Adidas Fusionen
Nach dem Erfolg neben Sportschuhen auch weitere Sportartikel zu produzieren, kam es 1967 zu einer Kooperation mit der französischen Bekleidungsmarke Le Coq Sportif, und es wurden auch Sportbekleidungen hergestellt. Die Adidas-Gruppe wurde Weltmarktführer und umfasst heute neun Marken. 1997 wurde von ihnen Salomon S. A., ein französischer Sportartikelhersteller, übernommen. Der Zusammenschluss führte zum Namen Adidas-Salomon AG, erwies sich aber als verlustreiches Geschäft. Daher kam es 2006 zu dem Zusammenschluss mit dem amerikanischen Sportschuh-Unternehmen Reebok, mit dem Ziel, Nike, dem Weltmarktführer, Konkurrenz zu machen. Adidas will mit der Fusion Marktanteile am Sportschuhgeschäft in Amerika gewinnen. Musik und Lifestyle sind bei Reebok angesagt und der Sportbereich wird vernachlässigt. Solche Vertriebsstrategie ist unbegünstigend.

Markenzeichen
Das bekannte Adidas-Markenzeichen sind drei Streifen, sowie das dreiblättrige Kleeblatt-Logo. Der olympische Geist und die Verbindung der drei Kontinentalplatten werden symbolisiert. Die bekanntesten Schuhmodelle sind die 1970er Kult-Leinenschuhe Nizza und Adria und der weiße Lederturnschuh, der Rom heißt und blaue Streifen hat. Später in den 1980ern wurde der Leinenstiefel Spirit mit den Pastellfarben bekannt. Bis 2004 durfte das Adidas-Logo auffälliger als andere Marken-Logos wie Nike und Puma präsentiert werden, weil es kein Markenzeichen, sondern ein Designelement der Olympiade sei. Adidas sponsort viele Fußballteams, sowohl in der Bundesliga, zum Beispiel FC Bayern München, als auch international, zum Beispiel Real Madrid, und auch einzelne Fußballnationalmannschaften, zum Beispiel Argentinien. 2006 baute Adidas in Berlin vor dem Berliner Reichstag das Adidas World of Football Stadion. Jeder Mannschaft wurde ein Schuh produziert, in den Trikotfarben und einem Fußball-Landes-Zeichen an der Ferse, zum Beispiel die Hand Gottes bei den Schuhen für die argentinische Nationalmannschaft. 2012 ist Adidas offizieller Sportswear-Partner der Olympischen Spiele und der Paralympics in London, und 2010 wurde der offizielle Spielball der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika von ihnen gestellt.