Wann passt ein Outfit farblich zusammen?

Die stilistischen Besonderheiten der vergangenen Modejahrzehnte kehren in Zyklen wieder. Was vor Kurzem noch unmöglich aussah, kann morgen wieder gefragt sein wie nie. Farben, Gürtel und Muster erleben ebenso Revivals wie Materialien und Schnittformen. Es lohnt sich kaum, den heimischen Kleiderschrank restlos nach neuen Trends auszurichten, denn allzu schnell rücken vermeintlich abgelegte Kleidungsstücke in den Fokus der Modewahrnehmung zurück und man muss neue Gürtel bestellen. Dabei verringert sich die Lebenszeit der Modetrends zusehends. Anstatt dem neuesten Schrei nachzujagen, setzen Modebewusste auf Bewährtes: auf ihren eigenen Stil, der auch mal schräg oder ausgefallen sein kann.

Das Auge entscheidet mit

Trotz allem imponiert nicht jede Kleidungskombination dem Betrachter, denn besonders farbliche Aspekte sind nicht allein Geschmackssache. Deshalb gelten Regeln für farblich passende Outfits. Insgesamt sollte das Outfit nicht mehr als drei Farbtöne umfassen. Ein Outfit umfasst dabei nicht nur Ober- und Unterteil, sondern ebenso jegliche Accessoires wie Taschen, Schals, Schuhe und mehr. Diese Regel bezieht Schwarz und Weiß als Farbtöne nicht ein, weshalb sie genaugenommen zu drei weiteren Farbtönen kombiniert werden können. Muster sollten mit einfarbigen Kleidungsstücken kombiniert werden, denn zwei Muster wirken schnell überladen. Farben wie Braun, Schwarz und Weiß lassen sich mit vielen anderen Tönen kombinieren. Anregungen zu Outfits, die von Experten stilsicher entworfen wurden, sind unter anderem auf fashion24.de zu finden.

Kontrast oder Gleichförmigkeit

Der größte Teil der Menschen zieht Farbkontraste ähnlichen Farbtönen vor. Blaue Jeans und ein rosafarbenes T-Shirt bilden einen schönen Kontrast, ebenso wie helle und dunkle Töne, die zusammengetragen werden. Im Allgemeinen strecken dunklere Töne, wohingegen helle Töne betonen. Aus diesem Grund wird in vielen Fällen zu einem hellen Oberteil ein dunkles Unterteil gewählt. Je nach Passform kann Farbeinsatz auf diese Weise strecken oder für einen optischen Bruch sorgen, der den Proportionen schmeichelt. Doch Ton-in-Ton-Outfits haben ebenso Fans wie Kontraste. Braun und Beige sind ein Beispiel für ähnliche, in diesem Fall warme Farbtöne, die sich ansprechend zueinander gesellen. Die Farbpalette der warmen (von Rot bis Gelb, auch Braun, Gold und Orange), oder auf der anderen Seite der kühlen Farbtöne (Silber, Blau, Grün sowie Mischtöne aus denselben wie Pink), lassen sich untereinander gut kombinieren. Zusammenstellungen aus warmen und kühlen Farben sind hingegen kritischer.

Akzente setzen durch Farbeinsatz

Das i-Tüpfelchen eines gedeckteren Outfits oder einer Ton-in-Ton-Kombination sind farbige Accessoires, die zum Einsatz gelangen können, um bestimmte Körperpartien zu betonen. Ein knalliger Gürtel beispielsweise kann die Taille betonen und einen unauffälligen Anzug optisch auflockern. Vorsicht ist allerdings geboten bei Accessoires, die nicht in den Vordergrund rücken sollen. Schuhe, Taschen und Gürtel sollten möglichst denselben Farbton treffen.